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… auf den Seiten der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.!
Wir wollen Ihnen hier die Möglichkeit geben, aktuelle Informationen über unsere Vereinsarbeit und die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu erhalten und eine Plattform schaffen, die es Ihnen ermöglicht, mit uns und mit dem Orchester in Kontakt zu kommen.
Wir werden uns bemühen, Termine und Informationen stets aktuell zu halten, trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir die Richtigkeit unserer Angaben keinesfalls garantieren können.
Bitte vergewissern Sie sich im Zweifel immer auf den Seiten des Volkstheaters Rostock!
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Seite nutzen würden, um uns Ihre Wünsche und Hoffnungen, vielleicht auch Ihre Kritik, mitzuteilen. Dies gilt sowohl für die Arbeit unseres Vereins als auch für die Arbeit der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Gegebenenfalls leiten wir Ihre Anregungen gern weiter.

Schostakowitschs Revolutionspauken und Beethovens populärstes Klavierkonzert im 4. Philharmonischen Konzert

Das letzte Philharmonische Konzert dieses Jahres verspricht ein besonderes zu werden. Mit Revolutionsmusik und Dramatik von Schostakowitsch, mit stürmischen und lyrischen Momenten von Beethoven. Am Pult wird Marcus Bosch, Generalmusikdirektor in Nürnberg und ordentlicher Professor an der HMT München, stehen und die Norddeutsche Philharmonie dirigieren. Musiker und Zuhörer werden voller Spannung auf den gemeinsamen Auftritt blicken. Denn Bosch übernimmt ab der Saison 2018/19 die künstlerische Verantwortung über das Rostocker Orchester und wird als Conductor in Residence wirken.
Dem Rostocker Konzertpublikum ist Marcus Bosch (geb. 1969) kein Unbekannter. Seit 2013 ist er regelmäßig Gastdirigent der Norddeutschen Philharmonie Rostock gewesen. Geplant sind in den kommenden drei Jahren je acht Konzertprojekte sowie das Kuratieren des Konzertprogramms. Marcus Bosch freut sich auf die Aufgabe an der Ostsee, er hat bereits häufig hervorgehoben, wie sehr er die Haltung des Orchesters in kulturpolitisch schwierigen Zeiten schätzt. Mit Bosch kommt jemand mit großem Renommee in die Hansestadt, einer der gefragtesten und innovativsten Dirigenten seiner Generation.
Als erstes Werk des Abends wird das fünfte und letzte Klavierkonzert von Ludwig von Beethoven (1770 – 1827) zu hören sein. Es erfreut sich weltweit größter Beliebtheit, gehört zu den meistaufgeführten Klavierkonzerten. Den Solopart übernimmt in Rostock der junge deutsche Pianist Alexander Schimpf (geb. 1981), der diesseits und jenseits des Atlantiks erfolgreich ist. Als Solist wurde Schimpf u.a. vom Wiener Kammerorchester, dem Marinskij-Orchester St. Petersburg, den Dresdner Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern und dem Beethoven-Orchester Bonn eingeladen.
Mit Pauken und Trommeln, den Waffen der Revolution, beginnt der zweite Teil des Konzertabends. „Das Jahr 1917“ lautet der Untertitel für die 12. Sinfonie in d-Moll von Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975), der dieses Werk 1960/61 komponierte und Wladimir Illjitsch Lenin widmete. Es ist ein Werk, das noch immer widersprüchlich bewertet wird. Wollte Schostakowitsch der Oktoberrevolution linientreu ein Denkmal setzen und sie glorifizieren? Oder setzt er sich kritisch mit dem Totalitarismus auseinander? Der Schluss des Werkes ist überinstrumentiert, übermäßig laut und blechern. Eine Auseinandersetzung mit dem Krieg, der alles zerstört und die Menschen ratlos zurücklässt. Interpretationen sind viele möglich. Auch das Leben des Komponisten, das von Aufruhr und Anpassung zugleich Zeugnis ablegt, wirft viele Fragen auf und ist nur aus der Historie heraus erklärbar.
Eine ausführliche Konzerteinführung mit Wissenswertem zu den Werken und Komponisten können Besucher wie gewohnt eine halbe Stunde vor Beginn im Intendanzfoyer erleben.

Termine für das 4. Philharmonische Konzert: Großes Haus des Volkstheaters Rostock am 10. Dezember um 18.00 Uhr und am 11. und 12. Dezember um 19.30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber
Fotos: Martin Goffing

Prokofjew und Rachmaninow im Novemberkonzert – junge Künstler zum Debüt mit der Norddeutschen Philharmonie in Rostock

Das 3. Philharmonische Konzert beginnt mit dem Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur, das der 26-jährige Sergej Prokofjew (1891 – 1953) im Revolutionsjahr 1917 beendete. Vor 100 Jahren war die zaristische Ordnung in Russland gestürzt worden. Angesichts der Wirren konnte die Uraufführung des Werkes, die für den Herbst in Petrograd vorgesehen war, nicht stattfinden. Erst 1923 wurde das Werk in Paris uraufgeführt. Prokofjew war wie viele Intellektuelle und Künstler in Folge der Revolution 1918 ins Ausland emigriert. Nach einem Intermezzo in den USA, wo Prokofjew nicht Fuß fassen konnte, lebte er viele Jahre in Paris, bis er sich 1936 entschloss, endgültig nach Russland zurückzukehren. Prokofjew hatte in der Heimat dann seine produktivste Phase.
Das frühe Violine-Konzert ist geprägt von ausdrucksvoller Lyrik, gepaart mit ungemeiner Virtuosität und heiter-ironischer Klangstärke. Gespielt wird der Solopart von der jungen Geigerin Lara Boschkor (geb. 1999 in Tübingen), die bereits viele Erste Preise bei Wettbewerben gewann. Als Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt sie seit 2012 eine Violine von Carlo Antonio Testore, Mailand 1740, aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben. Festspiele-Zuhörern ist sie bereits bekannt als Teilnehmerin des Wandelkonzerts auf Schloss Ulrichshusen. In Rostock gibt Lara Boschkor ihr Debüt.
Ebenfalls ein Debüt feiert Karsten Januschke (geb. 1980 Bad Segeberg) als Dirigent in Rostock. Er hat sich im Opern- und Konzertbereich innerhalb weniger Jahre einen Namen als großes Talent der jüngeren Dirigentengeneration gemacht. Bereits während seines Studiums arbeitete er an der Wiener Staatsoper als Solorepetitor und Dirigent von Kinderopern sowie am Theater in Wien und später bei den Bayreuther Festspielen, wo er Dirigenten wie Christian Thielemann und Kirill Petrenko assistierte.
Die Norddeutsche Philharmonie erfreut im zweiten Teil des Konzertabends die Zuhörer mit der Sinfonie Nr. 2 e-Moll von Sergej Rachmaninow (1873 – 1943). Diese Komposition schrieb Rachmaninow während seines fast zweijährigen Aufenthaltes in Dresden in den Jahren 1906 und 1907. Die Uraufführung fand im Jahr 1908 in Sankt Petersburg statt und wurde von dem Komponisten selbst dirigiert. Diese Sinfonie wird aufgrund ihrer großen Beliebtheit beim Publikum gern gespielt. Sie ist schwärmerisch und feurig zugleich. Die Soli der Holzbläser sind besondere Glanzlichter in dieser Sinfonie.
Eine ausführliche Konzerteinführung zu den Werken und Komponisten können Besucher wie gewohnt eine halbe Stunde vor Beginn im Intendanzfoyer erleben.

Termine: 3. Philharmonisches Konzert im Großen Haus des Volkstheaters Rostock am 12. November um 18.00 Uhr und am 13. & 14. November jeweils um 19.30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber
Fotos: Peter Dynow, Jürgen Friedel

Philharmonie zum Film – „Buddenbrooks“ mit live gespielter Filmmusik

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt rund um das 120. Geburtstagsjubiläum der Norddeutschen Philharmonie erwartet die Freunde des renommierten Orchesters am heutigen Abend um 19.30 Uhr im Großen Haus des Volkstheaters Rostock. Gezeigt wird der mehrfach preisgekrönte Film „Buddenbrooks“ (D, 2008) des Regisseurs Heinrich Breloer. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock spielt live dazu die Filmmusik von Hans Peter Ströer. Bereits 2008 hatte das Rostocker Orchester unter Leitung von Frank Strobel, Künstlerischer Direktor der Europäischen Filmphilharmonie, die Musik für die Kinofassung und den Fernsehfilm „Buddenbrooks“ aufgenommen. Jetzt gibt es ein Wiedersehen erstmals live vor Publikum.
Strobel freut sich darauf, nach Jahren „endlich wieder zurNorddeutschen Philharmonie zurückzukehren“. Die Live-Aufführung schließe sich an die vielen unvergesslichen Filmkonzerte an, die gemeinsam auf die Bühne gebracht wurden.
Der Film nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann um Aufstieg und Fall einer deutschen Kaufmannsfamilie wird den Zuschauern durch die Darstellerleistungen von Hollywoodstar Armin Mueller-Stahl und Top-Schauspielerin Iris Berben im Gedächtnis geblieben sein. „Ein grandioses Filmereignis“, betont Dr. Thomas Diestel, Vorsitzender der Philharmonischen Gesellschaft Rostock e.V.. Vermutlich sei vielen Rostockern aber gar nicht bekannt, dass die Norddeutsche Philharmonie ihren Anteil am Erfolg hat. Der Rostocker Klangkörper gehört zum Verbund der Orchester, die von der Europäischen Filmphilharmonie seit ihrer Gründung im Jahr 2000 immer wieder für gemeinsame Projekte angefragt werden. Beispielsweise spielte die Norddeutsche Philharmonie die Musik für die ersten vier Commissario-Brunetti-Verfilmungen von Donna Leon ein: „Vendetta“ (2000), „Venezianische Scharade“ (2000), „In Sachen Signora Brunetti“ (2002) und „Nobilità“ (2002).
„Philharmonie zum Film“ – dieses Erlebnis, das dem Film neue Hör-Dimensionen verleiht, ist erst seit kurzem für Ton-Filme technisch machbar. Der originale Kinosound mit Sprache und Geräuschen wird übernommen, allerdings die Musik abgekoppelt, die dann live vom Orchester gespielt wird. „Technisch ist das Event eine große Herausforderung“, erklärt Corina Wenke, Dramaturgin des Rostocker Volkstheaters. Dirigent und Musiker werden an diesem Abend besonders hoch konzentriert arbeiten müssen, um in allen Momenten synchron zum Film zu bleiben. Technische Unterstützung geben Monitore für den Dirigenten und Musiker mit Solostücken. „Unser Anliegen ist es, die emotionale Wirkung des Films durch die Live-Musik authentisch zu verstärken“, sagt Dramaturgin Wenke.
Der Norddeutsche Rundfunk unterstützt die Rostocker Veranstaltung.

Termin für „Philharmonie zum Film“:  4. November 19.30 Uhr im Großen Haus Rostock.

Text: Anette Pröber

2. Philharmonisches Konzert mit dem preisgekrönten jungen Pianisten William Youn

Romantische Utopien von Robert Schumann (1810-1856) und Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) stehen im Mittelpunkt des 2. Philharmonischen Konzertes der Norddeutschen Philharmonie. Beide Komponisten haben in Leipzig gewirkt und waren sich freundschaftlich verbunden. Mendelssohn, in Hamburg geboren, war 1835 dem Ruf nach Sachsen für das Amt des Gewandhauskapellmeisters gefolgt. Nach Mendelssohn frühem Tod übernahm der Däne Niels Wilhelm Gade (1817-1890), Schüler von Mendelssohn, diese Position in der Messe- und Kulturstadt. Die drei berühmten „Leipziger“ Mendelssohn, Schumann und Gade liefern den musikalischen Genuss für die Konzertabende Mitte Oktober.
Geleitet wird die Norddeutsche Philharmonie von Roland Kluttig, seit 2010 Generalmusikdirektor am Landestheater in Coburg. Roland Kluttig, 1968 als Sohn des Dirigenten Christian Kluttig in Radeberg geboren, hat als Gastdirigent bereits viele namhafte Orchester geführt. Auf sein Debüt in Rostock freue er sich besonders, sagte er im Vorfeld der OZ-Theaterzeitung. Er wisse, „dass das Orchester sehr ambitioniert ist, und einen hohen Leistungsstand besitzt.“
Internationales Flair bringt der 35-jährige koreanische Pianist William Youn nach Rostock. William Youn, der seine Wahlheimat in München gefunden hat, ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe. Er konzertiert von Berlin über Seoul bis New York mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Mariinsky Theatre oder dem Seoul Philharmonic Orchestra.
Im Großen Haus Rostock spielt William Youn Mendelssohns „Capriccio brillant“ und sein 2. Klavierkonzert. Das Klavierkonzert op. 40 hatte Mendelssohn Bartholdy unmittelbar nach seiner Hochzeitsreise mit seiner Frau Cecile im Sommer 1837 geschrieben. Der Komponist, der zugleich ein grandioser Pianist war, bezeichnete den Schluss als „Klavierfeuerwerk“.
Eröffnet werden die Konzertabende mit der Ouvertüre „Nachklänge von Ossian“, von Niels W. Gade, dessen 200. Geburtstagsjubiläum in diesem Jahr gefeiert wird. Gades Stil war zu Beginn seiner Komponistenlaufbahn national geprägt, er ließ vielfach nordisch-volksliedhafte Melodik einfließen. In der Ossian-Ouvertüre ist dies deutlich hörbar. Das Stück machte Gade zu Beginn seiner Karriere schlagartig bekannt, denn er gewann mit der Ouvertüre einen Kompositionswettbewerb des Kopenhagener Musikvereins. In den Leipziger Jahren (1843 bis 1848) veränderte sich sein Stil, von Mendelssohn und Schumann geprägt.
Nach der Pause erklingt Robert Schumanns Sinfonie Nr. 2, die Einflüsse von Johann Sebastian Bach, eines weiteren Leipzigers, erkennen lässt. Die Sinfonie in C-Dur entstand im Winter 1845/46. In dieser Zeit erreichte Schumanns Gesundheit einen ersten Tiefpunkt. Er litt unter Schlaflosigkeit und Depressionen. Die Arbeit an der Sinfonie bezeichnete Schumann als „Widerstand des Geistes, durch den ich meinen Zustand zu bekämpfen suchte“. Am 5. November 1846 wurde das viersätzige Werk unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt.

Vor den drei Philharmonischen Konzerten gibt es jeweils eine kurze Konzerteinführung. Dazu bitte 30 Minuten vor Beginn im Intendanzfoyer einfinden.
Termine: Großes Haus Rostock: 15. Oktober Beginn 18.00 Uhr sowie am 16. und 17. Oktober um jeweils 19.30 Uhr, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber
Fotos: Sebastian Klein, Irène Zandel, Peter Dynow

Die Norddeutsche Philharmonie feiert ihr 120. Gründungsjubiläum – Manuela Uhl und Michael Boder zu Gast in Halle 207

Die Norddeutsche Philharmonie begleitete nach der Spielzeitpause bereits den Sommercampus an der HMT Rostock mit mehreren Konzerten und vielen Probemöglichkeiten für die Teilnehmer, außerdem konzertierte sie im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Wochenende mit dem hervorragenden Percussionisten Alexej Gerassimez in Ulrichshusen.
Spätestens am kommenden Sonntag beginnt nun jedoch endgültig die neue Konzertsaison 2017/18 mit dem 1. Philharmonischen Konzert.
Es ist zugleich, wenige Tage vor dem 120. Gründungsjubiläum des Orchesters am 22. September, das Geburtstagskonzert. Gefeiert wird mit Opernstars. Zu Gast ist Sopranistin Manuela Uhl, international eine der gefragtesten Interpretinnen der Werke von Richard Strauss und Richard Wagner. Ihre Konzerte führen sie nach Tokyo, Los Angeles, Caracas, Mailand, Rom und nun nach Rostock. Sie wird in der Hansestadt Werke von Strauss und Mahler singen. Der Dirigent des Konzertes Michael Boder, an der Warnow öfter zu Gast, leitete Opernhäuser in Basel, Barcelona und Kopenhagen. In Rostock kreuzen sich die Wege beider Künstler indes zum ersten Mal.
Das Jubiläumskonzert gibt die Norddeutsche Philharmonie in der Halle 207, dem klangvollsten Musikort der Hansestadt. Auf dem Programm stehen zu Beginn des Abends die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss (1864 – 1949), die nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff entstanden. Strauss schrieb sie 1948 in der Schweiz, wohin Strauss mit seiner Frau nach Kriegsende vorübergehend gezogen war. Den Titel des Werkes, aber auch die Reihenfolge der Stücke, wählte der Freund und Verlagsleiter von Strauss. Die Uraufführung fand erst nach dem Tod des großen deutschen Komponisten am 22. Mai 1950 in London statt. Die Musik kündet von der Auseinandersetzung mit Abschied und Tod. Diese Themen greift Strauss vor dem Hintergrund des Kriegsendes und in Erwartung des eigenen, baldigen Todes auf. „Wir sind durch Not und Freude gegangen Hand in Hand; vom Wandern ruhen wir beide nun überm stillen Land. …. O weiter, stiller Friede! So tief im Abendrot. Wie sind wir wandermüde – Ist dies etwa der Tod?“ So heißt es bei Eichendorff. Das musikalische Werk besticht in seiner Einfachheit und Schönheit und ist eines der bekanntesten Liedkompositionen. Richard Strauss wurde über seine Opern und sein Liedschaffen berühmt. Insgesamt hat er über 250 musikalische Werke geschrieben, 61 Orchesterwerke, 45 kammermusikalische Kompositionen, 75 Lieder, 33 Orchesterlieder, 19 Chorwerke und 21 Bühnenwerke.
Nach der Pause spielt das Orchester die 4. Sinfonie in G-Dur des österreichischen Komponisten Gustav Mahler (1860 – 1911). Sie entstand in der Hauptsache in den Sommermonaten der Jahre 1899 und 1900. Das Finale war bereits acht Jahre zuvor bei der Arbeit an der 2. Sinfonie fertiggestellt worden. Dafür hatte Mahler das Lied „Das himmlische Leben“ aus den von ihm vertonten Liedern „Des Knaben Wunderhorn“ verwandt. Die Uraufführung der Sinfonie fand mit dem Kaim-Orchester unter Leitung von Gustav Mahler am 25. November 1901 in München statt. Doch das Publikum zeigte sich enttäuscht, vermisste romantischen Pathos. Nur wenige Kritiker erkannten, wie sehr Mahler seiner Zeit voraus war. Heute zählt die 4. Sinfonie zu den beliebtesten Werken des Komponisten und wird häufig aufgeführt.

Termine des 1. Philharmonischen Konzerts: 17. September 18.00 Uhr; 18. und 19. September 19.30 Uhr, Halle 207, Karten erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufskassen und an der Abendkasse.

Text: Anette Pröber
Fotos: Peter Dynow, Manuela Uhl